Selbsttest
Internationale Kompetenzmodelle wie CanMEDS beschreiben ärztliche Arbeit in mehreren Rollen: medizinische Expertin bzw. Experte, Kommunikator, Teammitglied, verantwortungsvolle Fachperson, Gesundheitsfürsprecher und lebenslang Lernende. Studien zeigen: Patientinnen, Patienten und Ärzteschaft nennen neben Fachwissen vor allem Empathie, Kommunikation und Integrität als Merkmale guter Ärztinnen und Ärzte.
Dieser Test für Medizinstudierende betrachtet sechs Bereiche: Medizinische Expertise · Kommunikation & Empathie · Teamarbeit & Kritikfähigkeit · Belastbarkeit & Selbstfürsorge · Verantwortung & Ethik · Wissenschaft & lebenslanges Lernen.
Beantworten Sie die 24 Aussagen spontan und ehrlich – so, wie Sie sich wirklich erleben.
1. Ich habe echte Freude daran, naturwissenschaftliche und medizinische Zusammenhänge – von der Biochemie bis zur Klinik – zu verstehen.
2. Ich kann große Stoffmengen strukturiert lernen und über Jahre dranbleiben, auch wenn der Erfolg nicht sofort sichtbar ist.
3. Wenn ich eine Entscheidung unter Unsicherheit treffen muss, fühle ich mich schnell blockiert und möchte sie lieber anderen überlassen.
4. Bei Fallbeispielen oder in Famulaturen versuche ich, Befunde selbst zu einer Verdachtsdiagnose zusammenzusetzen.
5. Ich höre Menschen aufmerksam zu und lasse sie ausreden, bevor ich antworte.
6. Ich kann komplizierte Sachverhalte so erklären, dass Menschen ohne Vorwissen sie verstehen.
7. Gespräche mit Menschen, die Angst haben, trauern oder wütend sind, vermeide ich lieber.
8. Ich interessiere mich ehrlich für die Lebenssituation, Sorgen und Wünsche meines Gegenübers.
9. Ich arbeite gern mit anderen Berufsgruppen zusammen – etwa Pflege, MFA, Therapie – und schätze ihr Wissen.
10. Ich kann eigene Fehler offen ansprechen und Feedback annehmen, ohne mich angegriffen zu fühlen.
11. In Gruppenarbeiten mache ich am liebsten alles allein, weil es dann schneller und besser geht.
12. Ich gebe Informationen bei Übergaben vollständig und klar weiter, damit nichts verloren geht.
13. Auch unter Zeitdruck, nach Nachtdiensten oder in Prüfungsphasen bleibe ich konzentriert und handlungsfähig.
14. Ich habe Strategien (Sport, Freunde, Hobbys), um nach belastenden Erlebnissen wieder Kraft zu tanken.
15. Schicksale von Patientinnen und Patienten nehme ich oft gedanklich mit nach Hause und kann schwer abschalten.
16. Ich erkenne meine eigenen Grenzen und hole mir rechtzeitig Hilfe, bevor ich ausbrenne.
17. Ich fühle mich verantwortlich für das, was ich tue – auch wenn niemand kontrolliert.
18. Ich respektiere die Entscheidung eines Menschen, auch wenn ich selbst anders entscheiden würde.
19. Schweigepflicht und Ehrlichkeit gegenüber Patientinnen und Patienten sind für mich nicht verhandelbar.
20. Bei ethisch schwierigen Fragen (z. B. Lebensende, Organspende) möchte ich mir lieber keine eigene Meinung bilden.
21. Ich hinterfrage Aussagen kritisch und schaue gern nach, was die Studienlage wirklich sagt.
22. Ich kann mir vorstellen, mich mein ganzes Berufsleben lang weiterzubilden und neues Wissen anzuwenden.
23. Wissenschaftliche Arbeiten, Statistik oder eine Doktorarbeit schrecken mich eher ab.
24. Ich interessiere mich für Gesundheitsthemen über den einzelnen Menschen hinaus – Prävention, Versorgung, Gesundheitssystem.
Bitte bewerten Sie zuerst alle 24 Aussagen.